Studie des EU-Parlament zeigt Handlungsbedarf bei Crowdwork

By sylvia kuba

Dezember 13, 2017

Eine neue Studie des EU Parlaments untersucht die soziale Absicherung von Crowdworkern in der EU und kommt zu dem Schluss, dass Handlungsbedarf für die europäische Politik besteht. Die wichtigsten Ergebnisse:

Definition: Die Studie kritisiert das Fehlen einer einheitlichen Definition und schlägt vor, Crowdwork anhand von zwei Kriterien einzuteilen:

  1. lokalen und globale Märkte
  2. der Grad der Kontrolle, die Plattformen über die Arbeit der Worker ausüben.

Quantität:

  • 1/3 der Bevölkerung hat schon einmal an der „on-demand“ Economy teilgenommen
  • 1 – 5 % der Erwachsenen haben schon einmal ein Einkommen bei der Arbeit für eine Plattform bezogen

Soziale Absicherung:

Laut Studie gilt: Je höher die finanzielle Abhängigkeit der Worker von der Plattformarbeit, umso schlechter ist ihre soziale Absicherung.

Die Hauptprobleme dabei:

  • Jobunsicherheit
  • Einkommensunsicherheit
  • zu wenig Arbeitsangebot
  • Verschwimmen von selbstständiger und unselbstständiger Arbeit, das dazu führen kann, dass Worker ohne die Vorteile, aber mit allen Nachteilen von Selbstständiger Arbeit enden.
  • kaum Zugang zu sozialen Absicherungssystemen für Gesundheit, Schwangerschaft, Kinderbetreuung, etc.
  • starker Zusammenhand zwischen Crowdwork und Prekarität

Die Studie benennt einen politischen Handlungsbedarf um sicher zu stellen dass Crowdworker nicht aus den sozialen Sicherungssystem fallen.