Prolific

sonstiges Microtasking  

Plattform mit Sitz in Großbritannien. Ihr Ziel ist es, Beteiligte für wissenschaftliche Aufgaben – z. B. Befragungen und Online-Experimente – zu rekrutieren.

Plattform-Bewertung

3 out of five stars

1.5 out of five stars
3 out of five stars
4.5 out of five stars
4 out of five stars
3 out of five stars

Über die Bewertungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Rejection: negative rating Change: negative rating Gewährleistungspflichten: negative rating Client Contact: positive rating Worker Contact: positive rating

Rejection: negative rating
Change: negative rating
Gewährleistungspflichten: negative rating
Client Contact: positive rating
Angemeldete Beschäftigte
ungefähr 70.000 (März 2017)
Arbeitnehmerstatus
  • Selbstständig
Bezahlungsmodell
  • Bezahlung je Auftrag
Sprachen
Englisch
Hat den Code of Conduct unterschrieben
Nein
Unternehmen
Prolific Academic Ltd
Gegründet
2014
Hauptsitz
Oxford, Großbritannien
Tochterfirmen
Keine
Geschäftsführung
Ekaterina Damer (CEO), Phelim Bradley (CTO)
Investoren
Oxford University Innovation
Festangestellte
3
Geschäftsvolumen
Unbekannt
Aufgabenvolumen
Unbekannt
Webseite
https://www.prolific.ac/
Worker-Webseiten
Keine bekannt
Tips: websites@faircrowdwork.org
Platform Overview

Prolific wurde 2014 an der Oxford University als Prolific Academic gegründet. Das Unternehmen rekrutiert Worker für Online Studien. Die Seite richtet sich vor allem an akademische Forscher und Startups als potentielle Kunden. Prolific positioniert sich als Alternative zu Amazon Mechanical Turk für Kunden, die online günstig Daten recherchieren wollen.[1]

  • Kurzinformation
    Angemeldete Beschäftigte
    ungefähr 70.000 (März 2017)
    Arbeitnehmerstatus
    • Selbstständig
    Bezahlungsmodell
    • Bezahlung je Auftrag
    Sprachen
    Englisch
    Hat den Code of Conduct unterschrieben
    Nein
    Unternehmen
    Prolific Academic Ltd
    Gegründet
    2014
    Hauptsitz
    Oxford, Großbritannien
    Tochterfirmen
    Keine
    Geschäftsführung
    Ekaterina Damer (CEO), Phelim Bradley (CTO)
    Investoren
    Oxford University Innovation
    Festangestellte
    3
    Geschäftsvolumen
    Unbekannt
    Aufgabenvolumen
    Unbekannt
    Webseite
    https://www.prolific.ac/
    Worker-Webseiten
    Keine bekannt
    Tips: websites@faircrowdwork.org
  • Hintergrundinformationen

    Alle ausblenden Alle einblenden
  • Geschichte der Plattform

    Prolific wurde im April 2014 als „Prolific Academic“ von Ekaterina Damer und Phelim Bradley gegründet. Im September 2014 nahm das Unternehmen am Startup Inkubator der Oxford University’s Startup teil. Im März 2017 verkündete Oxford University Innovation dass über 1,300 Forscher von über 300 akademischen Institute aus der ganzen Welt die Plattform bereits genutzt hätten, welche einen Pool von 70,000 registrierten Workern biete. So wären seit der Gründung über eine Million Antworten für über 6.500 Studien über die Plattform gesammelt worden.[2]

  • Geschäftsmodell

    Die Plattform verlangt eine Gebühr von 12.5% der Teilnehmerentlohnung plus £0.10 pro Teilnehmer. Auf der Webseite gibt das Unternehmen an das Prinzip “ethischer Löhne” zu unterstützen, was bedeutet, dass Forscher die Worker mit zumindest £5 (~6.50€ / $7.50) pro Stunde entlohnen sollen.[3]

    Trotzdem scheint es, dass die Forscher die Zeit, die Worker für die gestellten Aufgaben brauchen offenbar unterschätzen, was zu Bezahlungen unter £5 pro Stunde führt.[4]

    Einige Worker berichten davon das Management in Sachen Unterbezahlung von Prolific erfolgreich kontaktiert zu haben. Zumindest ein Worker berichtet, dass das Management bei einer Bezahlung von weniger als 5 Pfund eingeschritten sei. Allerdings ist nicht klar wie oft das vorkommt.

  • Auftrag-/Arbeitnehmer-Status

    Prolific-Beschäftigte arbeiten als Selbstständige.

  • Aufgaben und Kunden

    Akademische Studien und Experimente, Softwaretests.

    Beispiel-Aufgaben

    Beispiel-Kunden

    Die meisten Kunden sind akademische Forscher. Laut einer Presseerklärung aus dem Jahr 2017 der Oxford University Innovation, zählen zu den Kunden von Prolific Universtiäten wie die Cambridge University, the London School of Economics, Yale und Stanford.[5]

  • Arbeitsprozess

    Forscher/ Kunden posten Studien; Worker stellen sie fertig; Kunden prüfen die Ergebnisse und akzeptieren oder lehnen die Ergebnisse ab. (zahlen oder nicht). Worker werden bezahlt nachdem sie mindestens £5 in ihren Accounts gesammelt haben.

  • Introduction and Survey Notes

    Im Gegensatz zu anderen Plattformen, deren Beschäftigte wir befragt haben, arbeitet die Mehrheit der von uns befragten Prolific-Beschäftigten nur einige Stunden die Woche auf der Plattform. Nur ein Befragter arbeitet dort mehr als zehn Stunden die Woche, nämlich zwölf Stunden.

    Nichtsdestotrotz handelt es sich bei vielen Befragten um erfahrene Crowdworker. Drei Viertel der Befragten arbeiten seit mindestens sechs Monaten auf Prolific. Hinzu kommt, dass fast die Hälfte der Befragten angibt, außerdem regelmäßig auf anderen Online-Plattformen zu arbeiten – etwa auf Clickworker, Mechanical Turk, CrowdFlower, Appen und Upwork.

  • Bezahlung 1.5 out of five stars
    Stundenlöhne
    MINIMUM: € 0.47
    MAXIMUM: € 16.44
    DURCHSCHNITT: € 6.60
    MEDIAN: € 5.87
    Bezahlungsübersicht

    Der mediane Lohn der von uns Befragten beträgt nur € 5,87 – weniger als im Fall von Mechanical Turk und MyLittleJob. Den Befragten zufolge ist die Vergütung auf der Website jedoch viel besser als auf anderen, ebenfalls auf Umfragen spezialisierten Websites.

    Die Nichtbezahlung der Beschäftigten stellt bei Prolific ein viel geringeres Problem dar als bei anderen Plattformen. Weniger als ein Drittel der Befragten hat Erfahrungen damit gemacht, und von diesen wiederum geben hundert Prozent an, das sei nur ein- oder zweimal geschehen.

    Stundenlöhne

    Aus unseren Umfrageergebnissen geht hervor, dass die Vergütung bei Prolific niedriger ist, als Prolific seinen Nutzern verspricht. Als ein Hauptmerkmal von Prolific gilt das Prinzip des »ethische Lohns« – also eines Mindestlohns für die auf der Plattform arbeitenden Beschäftigten:

    Wir bei Prolific bekennen uns zum Prinzip des »ethischen Lohns«. Das bedeutet: Wir legen fest, dass Forscher ihre Umfrageteilnehmer mit mindestens £ 5,- (~ € 6,50 bzw. $ 7,50) vergüten sollten.[6]

    Abgesehen davon, dass diese Mindestvergütung recht niedrig angesetzt ist, bedeutet der Wechselkurs zum Zeitpunkt unserer Umfrage, dass der von Prolific gesetzte Maßstab »mindestens £ 5« pro Stunde auf eine Stundenvergütung von € 5,87 hinausläuft. Das entspricht dem medianen Stundenlohn der von uns Befragten. So verdient also mehr als die Hälfte der Befragten weniger als den versprochenen Betrag.

    Eine noch kleinere Zahl von Befragten – nur etwa 28 Prozent – verdient immerhin den deutschen Mindestlohn von € 8,50 die Stunde.

    Verteilung des Stundenlohns

    Prozentanteil von Befragten, deren Stundenlohn in diesen Kategorien liegt

    Eigenartigerweise sagen die meisten Beschäftigten in ihren Kommentaren, sie seien mit der Vergütung auf Prolific zufrieden. Die meisten empfinden die Vergütung sogar als vergleichsweise hoch, insbesondere für eine auf Online-Umfragen spezialisierte Plattform. Wir glauben, dass sich dies zum Teil aus der geografrischen Streuung der Befragten erklären lässt. Viele der am schlechtesten bezahlten Beschäftigten, die wir befragt haben, leben in Ländern mit Mindestlöhnen von zwischen einem und drei Euro. Die meisten Beschäftigten, die angeben, ihre Vergütung liege unter dem von Prolific als Maßstab gesetztem Niveau, verdienen annähernd ihren lokalen Mindestlohn oder mehr.

    Die Beschäftigten berichten, dass sie, wie dies auch bei anderen Plattformen der Fall ist, viel Zeit damit zubringen, nach Jobs zu suchen. Die von uns befragten Beschäftigten verbringen für jede Stunde, während der sie auf der Plattform aktiv Aufgaben erledigen, im Durchschnitt etwas mehr als eine Stunde mit der Suche nach Arbeit. Würde man diese Zeit mitberücksichtigen, dann würde die Vergütung auf der Plattform noch niedriger ausfallen.

    Vorkommnisse von Nichtzahlung

    29.27 % von Befragten haben mindestens eine Nichtzahlung erlebt

    Nur etwa ein Drittel der Befragten berichtet über Erfahrungen mit der Nichtbezahlung von Arbeit. Von diesen Befragten gibt niemand an, dass dies öfter als ein- oder zweimal geschehen sei.

    Die Gründe für die Nichtbezahlung sind unterschiedlicher Natur.

    Drei Befragte berichten, dass sie Schwierigkeiten bekommen hätten, weil sie für die Beantwortung einer Umfrage zu lange gebraucht hätten. Sie seien dann nicht bezahlt worden.

    Die Arbeit von zwei Beschäftigten wurde rundweg abgelehnt, in einem Fall aufgrund der falschen Beantwortung einer Frage, die als eine Art »Aufmerksamkeitstest« diente. Der Beschäftigte räumt zwar ein, dass er eine bestimmte Frage »falsch« beantwortet habe, ist aber dennoch der Ansicht, dass er die Umfrage aufmerksam und nach besten Kräften beantwortet habe.

    Bedenklicher ist jedoch, dass drei Viertel derer, die über Erfahrungen mit Nichtbezahlung berichten, dies auf einen Fehler entweder in dem vom Kunden genutzten Umfragefromat oder auf der Prolific-Plattform zurückführen. Beispielsweise wurde bei Umfragen die Identität des Prolific-Beschäftigten nicht richtig registriert, oder aber die Umfrage generierte nach Beantwortung der Fragen keinen Bestätigungscode. Auch von Fehlern im Auswahlverfahren ist die Rede:

    Prolific Academic trifft normalerweise eine Vorauswahl der für bestimmte Aufgaben in Frage kommenden Personen (d. h. diese Personen müssen einer bestimmten demografischen Gruppe angehören). Manchmal versagt dieses Auswahlverfahren jedoch, und mir sind ein paar Mal Aufgaben zugewiesen worden, für die ich nicht qualifiziert war, und für die ich dann auch nicht bezahlt worden bin.

    Einigen Beschäftigten ist es zwar gelungen, entweder mit der Plattform oder direkt mit dem Kunden eine Vergütung auszuhandeln, andere wurden jedoch abgewiesen und der Disput konnte nicht zufriedenstellend beigelegt werden.

    Frequenz der Nichtzahlung

    Pünktlichkeit

    Einige Beschäftigte äußern sich auch zum Entgegenkommen der Prolific-Betreiber in Vergütungsfragen. Sie schätzen, dass Bezahlvorgänge auf der Plattform stets pünktlich abgewickelt werden.

    Das ist wahrscheinlich die beste Website für Umfragen im Netz. Prolific Academic zahlt immer pünktlich. Es ist sehr interessant und macht Spaß.

    Die Plattform selbst wird als zuverlässiger Zahlungsvermittler eingeschätzt.

  • Kommunikation 3 out of five stars

    Die Kommunikationsfunktionen auf der Prolific-Website sind für Beschäftigte sehr vorteilhaft, was die Kontaktaufnahme sowohl mit Kunden als auch mit den Betreibern der Plattform angeht.

    Die Beschäftigten berichten über sehr positive Erfahrungen mit dem Support-Team von Prolific. Nur wenige Beschäftigte haben sich bereits mit einem Requester oder Kunden in Verbindung gesetzt. Diejenigen, die sich zur Kommunikation mit Kunden äußern, beschreiben den Austausch jedoch überwiegend als positiv.

    Prolific bietet keine Online-Foren oder sonstigen Diskussionsformate, die es Beschäftigten erlauben würden, miteinander zu kommunizieren.

    Kommunikation mit Plattform-Betreiber

    Die meisten Befragten sind zufrieden, was die Kommunikation mit dem Prolific-Team angeht. Ein Beschäftigter äußert sich beispielsweise folgendermaßen:

    Nochmal, die Kommunikation mit Prolific ist hervorragend. Selbst wenn ich in einen sehr rauen oder frustrierten Ton verfallen bin, haben sie ausgesprochen professionell reagiert. Einige frustrierende Erlebnisse hätten dazu führen können, dass ich einfach sage, das tue ich mir nicht mehr an, aber die Offenheit der Prolific-Angestellten hat mir das Gefühl vermittelt, dass sie ständig bemüht sind, ihr Angebot zu verbessern. Ich habe schlechte Erfahrungen mit Forschern gemacht, wenn auch nicht viele, aber Prolific hat sich darum gekümmert. Ich bin in meiner Kommunikation mit dem Prolific Academic Team noch nie enttäuscht worden. Nie.

    Prozentanteil von Befragten, die gesagt haben, dass die Kommunikation mit Plattform-Betreibern ______ ist

    Kommunikation mit Kunden

    Prolific bietet auch ein Nachrichtensystem, dass es ermöglicht, Kunden über die Website Email-ähnliche Nachrichten zu schicken. Die Beschäftigten sind damit sehr zufrieden. Ihnen gefällt, dass sie Kunden/Requester über die Benutzeroberfläche der Plattform direkt kontaktieren können.

    Prozentanteil von Befragten, die gesagt haben, dass die Kommunikation mit Kunden _____ ist

    Kommunikation mit anderen Crowdworkern

    Prolific bietet auf seiner Website keine Foren oder sonstige Kommunikationsmedien, über die Beschäftigte sich untereinander verständigen könnten. Die Beschäftigten nutzen allerdings von der Website unabhängige Foren und soziale Medien, um miteinander zu kommunizieren.

    Die meisten Befragten, die berichten, dass sie mit anderen Prolific-Beschäftigten kommunizieren, tun dies auf dem Subreddit r/ProlificAc, oder auf den Foren anderer Plattformen, insbesondere dem von Mechanical Turk:

    Die anderen Prolific-Nutzer, die ich kenne, sind auch MMturker, also verständige ich mich mit ihnen auf Websites, die mit Mturk zusammenhängen.

    Beschäftigte erwähnen Websites wie mturkcrowd.com und Mturk IRC-Kanäle sowie allgemeinere Foren und Websites, die sich mit dem Erwirtschaften eines zusätzlichen Einkommens befassen, etwa den Subreddit »r/beermoney« und die Website »Money Saving Expert«.

    Darüber hinaus geben mehrere Befragte an, sie hätten offline persönliche Bekannte, die ebenfalls auf Prolific arbeiten würden. Mit diesen würden sie sich einfach persönlich unterhalten, ergänzend zur Kommunikation über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter.

  • Evaluation 4.5 out of five stars

    Die Prolific-Benutzeroberfläche erlaubt keine unmittelbare Bewertung sei es der Beschäftigten, sei es der Requester/Forscher.

    Arbeitsergebnisse werden aber natürlich in dem Sinne bewertet, dass Requester/Forscher Antworten auf Umfragen akzeptieren oder ablehnen können.

    Prozentanteil von Befragten, die gesagt haben, dass die Evaluation von Beschäftigten _____ ist

    Nur wenige Beschäftigte haben erlebt, dass ihre auf Prolific geleistete Arbeit abgelehnt wird.

    Es gibt kein eigentliches Bewertungssystem. Offenbar wird die Arbeit entweder angenommen oder abgelehnt. Ich habe mir noch nie für schlechte Arbeit eine Ablehnung eingehandelt und rechne auch nicht damit.

    Einige Beschäftigte haben damit Probleme gehabt, dass sie eine Umfrage nicht innerhalb der festgelegten Zeit beantworten konnten oder keinen Bestätigungscode erhalten haben. Die meisten dieser Beschäftigten berichten jedoch, dass sie die Angelegenheit klären konnten, nachdem sie sich mit den Requestern in Verbindung gesetzt hatten – sei es durch die entsprechende Funktion auf der Prolific Benutzeroberfläche, sei es durch eine direkt an die Forscher addressierte Email:

    Noch ist meine Arbeit nie abgelehnt worden, aber es hat schon Zeitprobleme gegeben. Ein Fehler oder eine Panne im System, sodass kein Code generiert wurde. Ich bin jedes Mal bezahlt worden. Dass die Annahme der Arbeit auch manuell bestätigt werden kann, ist ein hervorragendes Verfahren, von dem andere Plattformen keinen Gebrauch zu machen scheinen.

  • Aufgaben 4 out of five stars

    Prolific wird von den Beschäftigten sehr hoch bewertet, was das Angebot an Aufgaben angeht, die meistens sinnvoll, interessant, unterhaltsam und befriedigend sind. Auch berichten nur wenige Beschäftigte, sie seien auf der Plattform auf Arbeit gestoßen, die gefährlich, herabwürdigend oder ethisch fragwürdig sei.

    Positive Merkmale von Aufgaben bei Prolific

    Jenseits der Fragen nach der Aufgabenqualität erwähnen 18 von 41 Befragten in freiwilligen Ergänzungen zu den Gründen, weshalb sie auf der Plattform arbeiten und was ihnen daran gefällt, die Umfragen auf Prolific seien »interessant«:

    Mir bereiten die Umfragen Vergnügen. Ich finde sie sehr interessant, und sie sind eine Gelegenheit, um zusätzliches Geld zu verdienen.

    Andere haben Anmerkungen zum Bildungswert der Plattform verfasst, etwa:

    Die Umfragen sind sinnvoll, anregend, und die Ergebnisse werden zur Lösung echter Probleme beitragen.

    Der Inhalt der Arbeit auf Prolific – Umfragen im Dienste wissenschaftlicher Forschung – wird von vielen Beschäftigten als wesentliche positive Eigenschaft der Plattform angesehen.

    Wie oft sind die Aufgaben ...

    ... sinnvoll?

    ... interessant?

    ... lustig?

    ... zufriedenstellend?

    Negative Merkmale von Aufgaben bei Prolific

    Da es sich in erster Linie um eine Plattform für akademische Umfragen handelt, überrascht es nicht, dass der Inhalt der auf Prolific geposteten Aufgaben vergleichsweise hoch bewertet wird. Wie aus dieser Grafik hervorgeht, haben nur sehr wenige Beschäftigte auf der Plattform Erfahrungen mit Arbeit gemacht, die körperlich oder geistig schädlich ist.

    Eine geringe Zahl von Beschäftigten berichtet jedoch, dass sie regelmäßig auf Arbeit stoßen, die »ethisch fragwürdig« ist. Aus den Antworten dieser Beschäftigten auf unsere Fragen geht jedoch nicht hervor, um welche Art von Aufgaben es sich dabei handelt, und es bleibt auch unklar, weshalb die Beschäftigten diese Aufgaben als in irgendeinem Sinne fragwürdig ansehen.

    Wie oft sind die Aufgaben ...

    ... gefährlich oder physisch schädlich?

    ... erniedrigend oder psychisch schädlich?

    ... ethisch bedenklich?

  • Technik 3 out of five stars

    Im Allgemeinen scheint die Prolific-Website für die meisten Beschäftigten vergleichsweise gut zu funktionieren.

    Die Befragten äußern sich besonders positiv über die Benutzeroberfläche von Prolific: Sie sei »ordentlich und gut gestaltet«.

    Prozentanteil von Befragten, die gesagt haben, die Technologie ist...

    Mehrere Beschäftigte äußern, diese Oberfläche sei weitaus nutzerfreundlicher als die anderer Plattformen, mit denen sie vertraut seien.

    Manche Plattformen sind besser als andere, wenn es um die Umfragen im Einzelnen geht. Die Prolific-Academic-Plattform ist ziemlich nutzerfreundlich. Ich würde vielleicht einige Dinge am Layout der Listen und an der Nutzbarkeit der Protokolle ändern, aber es funktioniert. Besser als andere Plattformen, mit denen ich zu tun gehabt habe.

    Das von den Befragten am häufigsten erwähnte Problem betrifft das Tempo und die Änderungssensitivität der Website.

    An der überwiegenden Mehrheit der Tage ist die Website, ja, recht schnell. Es gibt aber dennoch relativ häufig Tage, an denen es lange dauern kann, Seiten zu laden, und manchmal wird sogar die Zeitbegrenzung ausgelöst.

    Gelegentlich haben Beschäftigte auf der Website auch mit Progammierfehlern zu tun gehabt, oder das Umfrageprogramm ist während der Beantwortung »abgestürzt«. Die Umfragen liegen allerdings nicht unmittelbar auf den Servern von Prolific; insofern könnten diese Probleme auch auf die Kunden zurückgehen, die Aufgaben auf der Plattform posten.

    Manchmal lädt die Website nur langsam. Der Server stürzt ab oder es gibt Programmierfehler.

  • Was gefällt den Beschäftigten?
    Interessante und sinnvolle Arbeit

    Viele Befragte arbeiten auf Prolific, weil es sich um eine auf akademische Umfragen spezialisierte Website handelt. Vielen Befragten gefällt sowohl der Inhalt der Arbeit als auch das Gefühl, einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Fast die Hälfte der Befragten bemerkt, die Arbeit auf Prolific sei »interessant«. Andere Adjektive, die auf die Umfragen der Website angewandt werden, sind »faszinierend«, »fesselnd« und »angenehm«.

    Es ist die beste Website für bezahlte Umfragen im Netz, außerdem hilft sie Forschern und der Wissenschaft im Allgemeinen, was die Sache noch besser macht.

    Ein einfacher Weg, um von zuhause aus Geld zu verdienen. Die Umfragen sind oft sehr interessant und es macht Spaß, an manchen von ihnen teilzunehmen.

    Anders als im Fall anderer Microtask-Websites ist jede Umfrage auf Prolific einzigartig. Einige Beschäftigte beschreiben diese Vielfalt als etwas, das zu ihrer Freude an der Website beitrage:

    Weil es ein gutes Nebeneinkommen und die Arbeit relativ interessant ist, jede Aufgabe ist anders, und das gefällt mir sehr. Es ist auch schön, einen kleinen Einblick in die Forschung zu bekommen, die gerade so betrieben wird, und darüber nachzudenken, was die Forscher wohl gerade zu untersuchen versuchen. Es erinnert mich an meine Zeit als Student.

    Befragte, die Erfahrungen mit anderen Umfrage-Websites haben, stellen Prolific in einen Gegensatz zu diesen anderen Websites. Nicht nur sei die Bezahlung besser, sondern die Umfragen auf Prolific seien auch interessanter:

    Ich habe mir eine Menge Umfrage-Websites angesehen, aber die meisten von ihnen, wenn nicht sogar alle, arbeiteten mit Unternehmen zusammen, die gängige Waren, Lebensmittel, Spiele undsoweiter verkaufen. Und so ging es bei den meisten Studien einfach um langweilige Sachen wie »Würden Sie das Produkt X kaufen?« oder »Würden Sie eher das Produkt X oder das Produkt Y kaufen?« »Kauft jemand in ihrer Familie das Produkt X?« Aber bei Prolific Academy sind die Umfragen sehr viel interessanter, weil sie dir nicht einfach ein Produkt verkaufen, sondern die menschliche Psychologie und andere interessante Aspekte menschlichen Lebens, Reagierens, Entscheidens undsoweiter erforschen wollen. Ich sollte auch nicht unerwähnt lassen, dass Prolific Academy sehr viel mehr zahlt als die durchschnittliche Umfrage-Website, und das ist auch positiv.

    Prolific bemüht sich, die Plattform für Beschäftigte zu verbessern

    Zusätzlich zur Ausrichtung von Prolific an akademischen und wissenschaftlichen Untersuchungen gefällt vielen Befragten auch, dass die Plattform sich bemüht, die Bedingungen für Beschäftigte zu verbessern:

    Es ist eine erfreuliche Möglichkeit, etwas zusätzliches [Geld] zu verdienen, das auch gebraucht wird. Die meisten Angebote sind sehr packend, oft auch erhellend, und ich finde es löblich, die akademische Forschung zu unterstützen, obwohl ich mich auch über die Vergütung freue. Es gibt auch andere Plattformen für akademische Forscher, wo es nicht nur geduldet wird, dass Crowdworker schlecht behandelt werden, sondern das wird geradezu als akzeptables Verhalten gutgeheißen. Die Vergütung ist oft erbärmlich und sollte wirklich von irgendeiner Regierungsinstanz angegangen werden. Ich unterstütze die Bemühungen von Prolific Academic, die Datenerfassung im Internet fair und transparent zu gestalten.

    Die Plattform setzt sich für ein faireres Arbeitsumfeld ein und zollt den Beschäftigten dadurch Respekt, dass sie ihnen eine gut organisierte Benutzeroberfläche sowie ein gutes Support-Team bietet und außerdem für eine rasche Bezahlung sorgt:

    Die Website ist gut organisiert, sie haben ein großartiges Support-Team und natürlich zahlen sie auch regelmäßig.

    Meiner Erfahrung nach leistet Prolific großartige Arbeit, was das Reagieren auf Nachfragen und die Bezahlvorgänge angeht.

    Zur guten Kommunikation zwischen den Prolific-Betreibern und den Beschäftigten kommt noch hinzu, dass die Benutzeroberfläche der Website gut funktioniert, was das Anzeigen von Informationen zur Bezahlung, zur Länge der Umfrage und zu den mit ihr verbundenen Erwartungen angeht:

    Die Website spricht sich für einen Mindestlohn aus, den man anstreben solle. Es gibt Einzelheiten zu den Vergütungssätzen und zur Länge der Umfrage, wobei die Erwartungen klar formuliert werden. Die Bezahlung ist gut und die Requester posten interessante Studien.

    Die bessere Vergütung hat auch zur Folge, dass sich die Beschäftigten stärker respektiert fühlen. Das hängt mit deren positiver Einstellung zur wissenschaftlichen Arbeit zusammen, zu der sie beitragen:


    Die Studien sind wissenschaftlich ausgerichtet, es geht nicht um Kaufverhalten/Werbung oder darum, Konzernen die Entwicklung besserer Marketingstrategien zu ermöglichen. Das vermittelt mir das Gefühl, dass die Arbeit, die wir leisten, tatsächlich einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten wird. Die Bezahlung ist auch unvergleichlich viel besser als auf den meisten anderen Umfrage-Websites, wo du ein paar Cent hingeworfen bekommst, dafür, dass du zweifelhafte Umfragen beantwortest, und wo du dich wie ein virtueller Arbeiter fühlst.

    Flexibilität

    Wie den Beschäftigten auf anderen Plattformen gefällt vielen Befragten die Arbeit auf Prolific außerdem, weil sie es ihnen erlaubt, flexibel von zuhause aus zu arbeiten, zu den Zeiten, die für sie günstig sind.

    Das ist für Pflegende und andere Personen mit häuslichen Verpflichtungen vorteilhaft:

    Ich kann von zuhause aus arbeiten, was meiner häuslichen Situation entgegenkommt. Mir gefällt, dass ich zu wissenschaftlicher Forschung beitragen kann, und die Bezahlung ist gemessen am Aufwand in Ordnung, ein nützliches Zusatzeinkommen.

    Diese Flexibilität ist auch für Personen wichtig, die aufgrund ihrer Gesundheit nicht in der Lage sind, an einem traditionellen Arbeitsplatz und nach einem traditionellen Stundenplan zu arbeiten:

    Ich bin gegenwärtig nicht in der Lage, nach einem normalen Stundenplan oder in einem normalen Job zu arbeiten, mein Gesundheitszustand ist wechselhaft, und so nutze ich Prolific Academic sowohl als zusätzliches Einkommen als auch, um ein Ziel zu haben und meinen Geist während dieser schwierigen Zeit zu beschäftigen.

    Keiner der Befragten verdient auf Prolific sein Haupteinkommen. Das auf Prolific verdiente Geld ist zwar ein wichtiger oder notwendiger Bestandteil des Budgets der meisten Befragten (61 Prozent), doch handelt es sich um ein Nebeneinkommen für Menschen, die mit einem traditionellen Job nicht über die Runden kommen, oder auch für Rentner, deren Rentenzahlungen nicht ausreichen:

    Ich bin über meinen Sohn auf die Plattform aufmerksam gemacht worden. Ich nutze sie, um ein wenig zusätzliches Geld zu verdienen, weil die Löhne in Großbritannien nicht hoch genug sind, und die Rentenzahlungen werden auch so niedrig sein, dass ich mich davon kaum werde ernähren können.

    Diesen Beschäftigten gefällt, dass sie »ein wenig zusätzliches Geld« verdienen können, aber ohne die Formalitäten eines Zweit- oder Ganztagjobs.

  • Bedenken
    Nicht genug Arbeit

    Das von den Befragten am häufigsten genannte Problem ist der Mangel an Arbeit auf der Plattform.

    Nur einer der 39 Befragten berichtet, dass er typischerweise mehr als zehn Stunden die Woche auf der Plattform arbeitet (und dieser arbeitet auch nur zwölf Stunden). Während es vielen Beschäftigten, die auf Mechanical Turk arbeiten, möglich ist, aus dieser Arbeit einen Vollzeitjob zu machen, eignet sich Prolific nur als Ergänzung anderer Einkommensquellen, weil es nicht genügend Arbeit zu erledigen gibt.

    Ein Befragter fasst dies wie folgt zusammen:

    Es gibt leider nicht genug Arbeit. Ich würde Prolific zu meiner Website Nummer eins machen, aber es gibt dort einfach nicht das Arbeitsvolumen, mit dem sich mehr Geld verdienen ließe.

    Keine Möglichkeit, Kunden zu bewerten

    Wie von einigen Befragten erwähnt, gibt es auf Prolific kein Verfahren, um Requester zu bewerten oder Informationen über die Erfahrungen anderer Beschäftigter mit einem bestimmten Requester einzusehen.

    Da die Erfahrungen mancher Beschäftigter mit Nichtbezahlung offenbar auf fehlerhafte Studien zurückzuführen sind, und nicht etwa auf ein Problem, das bei Prolific selbst liegt, wünschen sich die Beschäftigten eine Möglichkeit, Requester/Forscher zu bewerten, um deren bisheriges Verhalten beurteilen zu können:

    Das ist nicht die Schuld von Prolific, aber es ist frustrierend, wenn die Studien verkorkst sind, wenn sie nicht funktionieren oder du deine Antworten nicht abgeben kannst. Vor allem, wenn der Fehler erst auftritt, nachdem du schon einige Zeit an der Studie gearbeitet hast.

    Vielleicht wäre es gut, die Forscher bewerten zu können, um zu sehen, wer schon öfter solche fehlerhaften Studien gepostet hat.

    Niedrige Vergütung

    Obwohl sich viele Beschäftigte zustimmend über die hohe Vergütung äußern, die sie für ihre Arbeit auf Prolific erhalten würden, bekommen nicht alle die versprochenen £ 5 die Stunde. Hinzu kommt, dass diese in Aussicht gestellte Vergütung zur Zeit der Umfrage nur € 5,87 entsprach – deutlich weniger als etwa der deutsche Mindestlohn von € 8,50 die Stunde.

    Einige unterbezahlte Beschäftigte sind dennoch mit ihrer Vergütung zufrieden, insbesondere diejenigen, die in Ländern oder Gebieten leben, wo die Löhne sehr niedrig sind:

    Die Bezahlung ist ganz gut, besser als der Mindestlohn in diesem Land, und es gibt auch immer eine Schätzung, wie lange die Erledigung einer Aufgabe dauern sollte, sodass du Bescheid weißt, wenn du gleich fertig bist.

    Sicherlich wird es eine Herausforderung bleiben, auf internationalen Plattformen eine faire Vergütung durchzusetzen. Dies gilt gerade auch für Plattformen, die zwar eine solche faire Vergütung anstreben, dabei aber über ausgeprägte globale Wirtschaftsgefälle hinweg agieren.

    Andere Beschäftigte empfinden Umfragen, für die weniger als die in Aussicht gestellte Vergütung bezahlt wird, als beleidigend. Es ist nicht immer möglich einzuschätzen, wie gut eine Umfrage bezahlt werden wird, weil die Vergütung für die Beantwortung einer Umfrage stückweise, nach einzelnen Aufgaben erfolgt, und weil es sich bei den geposteten Angaben zur Länge einer Umfrage immer um Schätzungen handelt. Umfragen können sich sowohl hinsichtlich ihres Umfangs als auch hinsichtlich der Vergütung erheblich voneinander unterscheiden:

    Mit gefällt nicht, dass die Bezahlung so unterschiedlich und oft auch unfair zu sein scheint. Die Entscheidung, diese Arbeit zu machen, liegt zwar bei mir, aber ich finde, es sollte eine weniger geradezu sklavenartige Arbeit sein, so viel Aufwand für eine so geringe Entschädigung, das ist fast schon beleidigend.

    Ein anderer Beschäftigter, der auf der Plattform bereits mehr Erfahrungen gesammelt hat, berichtet, dass die Vergütung sich mit der Expansion der Plattform verschlechtert habe. Das habe für ihn auch das Problem verschärft, dass er auf der Website nicht mehr genug Arbeit finde, die für ihn geeignet sei:

    Immer mehr Umfragen werden schlechter bezahlt, als es der Zeit entsprechen würde, die man benötigt, sie zu beantworten. Es gab alles in allem einmal recht viele gut bezahlte Umfragen. Mir gefällt auch nicht, dass ich immer weniger Umfragen bekomme als je zuvor. Manchmal werde ich eine ganze Woche lang nicht eingeladen, eine Umfrage zu beantworten.

  • Nichtzahlung Rejection: negative rating
    ohne Begründung möglich.
  • Änderung der AGB: Change: negative rating
    Plattform-Betreiber darf den AGBs ändern, ohne die Beschäftigte zu informieren. Weitere Nutzung der Seite wird als Akzeptanz gedeutet.
  • Gewährleistungspflichten Gewährleistungspflichten: negative rating
    Keine Nachbesserungsmöglichkeiten.
  • Kontaktverbote/Meldepflicht zu Auftraggebern Client Contact: positive rating
    Keine.
  • Kontaktverbote/Meldepflicht zu anderen Crowdworkern der Plattform Rejection: positive rating
    Keine.

Reviews of Other Platforms